Baukindergeld – finanzielle Unterstützung für Ihr Bauvorhaben

Am 8. Mai 2018 hat die Bundesregierung das Baukindergeld beschlossen. Mit diesem Beschluss gingen monatelange Spekulationen zu Ende, die seit der Forderung zur Aufnahme des Baukindergeldes in den Koalitionsvertrag der aktuellen Bundesregierung angestellt wurden. Das entsprechende Gesetz zum Baukindergeld soll noch im ersten Kalenderhalbjahr 2018 verabschiedet werden. Für viele Familien bedeutet das Baukindergeld eine sehr willkommene Unterstützung bei der Finanzierung der eigenen Immobilie oder bietet sogar erstmalig die Möglichkeit eine solche zu erwerben.

Was ist das Baukindergeld, wie hoch ist es und ab wann kann es beantragt werden?

Das Baukindergeld ist eine staatliche Förderung für Familien mit mittlerem Einkommen. Sobald das Gesetz verabschiedet ist, kann das Baukindergeld beantragt werden. Nach erfolgter Genehmigung beträgt die Förderung 1.200 € pro Kind und pro Jahr. Die Förderung wird jeweils für 10 Jahre gewährt. Die Gesamtförderung pro Kind beträgt daher 12.000 €.

Wer ist berechtigt das Baukindergeld zu beziehen?

  • Gefördert wird ausschließlich die erste gekaufte oder gebaute Immobilie (Haus oder Wohnung) der Familie.
  • Die Einkommensgrenze liegt bei 75.000 € des zu versteuernden Jahreseinkommens zzgl. 15.000 € Freibetrag pro Kind.
  • Das zu versteuernde Familieneinkommen der letzten beiden Kalenderjahre vor dem Immobilienkauf oder -bau ist entscheidend. Die Steuerbescheide sind dabei maßgebend.

Wird das Baukindergeld rückwirkend gezahlt?

Ja, das Baukindergeld wird rückwirkend zum 1. Januar 2018 ausgezahlt.

Welcher Stichtag ist maßgeblich für die Förderungsberechtigung?

Entscheidend für die Berechtigung, das Baukindergeld zu erhalten ist bei Neubauten der Tag der erteilten Baugenehmigung bzw. der Unterschrift unter dem Kaufvertrag und bei Bestandsimmobilien ebenfalls das Datum des Vertragsabschlusses.

Wo können Sie die Förderung beantragen?

Derzeit steht noch nicht fest, bei welcher Behörde das Baukindergeld beantragt werden kann. Es ist denkbar, dass die Erteilung über die KfW oder das Finanzamt abgewickelt wird. Die tatsächliche Zuständigkeit wird erst mit der endgültigen Verabschiedung des Gesetzes im Sommer feststehen.

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