09.12.2011 | 11:04

Energiekosten für Wärmeerzeugung konstant senken

Finanzielle Unabhängigkeit durch Solarheizungen

Die Energiepreise sind zum Ende dieses Jahres wieder deutlich angestiegen - die Tendenz ist weiter steigend. Mehr als elf  Millionen Haushalte sind nach Berechnungen des Verbraucherportals Verivox von den Erhöhungen der Gasanbieter betroffen. Demnach sind die Strompreise im Vergleich zum Vorjahr um 7 Prozent angestiegen, die Gaspreise haben sich um 4 Prozent nach oben bewegt. Wohl dem, der sich um die Kosten für Heizung, Warmwasser und Strom keine oder großenteils keine Gedanken zu machen braucht. Diese Unabhängigkeit bieten die solaren Energiesparhäuser der HELMA Eigenheimbau AG, insbesondere das seit  Mai 2011 auf den Markt gebrachte, erste tatsächlich energieautarke Haus: Es versorgt sich selbst mit Wärme und Strom aus Sonnenlicht. Selbst in den kühleren Herbstmonaten kann sich dessen Energiebilanz für die Wärme- und Stromversorgung sehen lassen: Im November heizte die Sonne den Solartank auf durchschnittlich 65°C. Statt der erwarteten 210 kWh erntete das Haus im November sogar 350 kWh Sonnenstrom.

Zum Heizen baut das Haus auf Solarthermie: Sonnenkollektoren sammeln die kostenfreie und krisensichere Sonnenwärme, die in einem großen Langzeit-Solartank gespeichert wird. Den darüber hinaus von einer Photovoltaik-Anlage erzeugten Strom verbraucht das Haus für den eigenen Bedarf an Haushaltsstrom, nicht jedoch zum Heizen. „Das Haus trägt dem Gedanken Rechnung, dass vor allem im Energiemarkt Einsparungen langfristig einen höheren wirtschaftlichen Nutzen haben, als Einnahmen“, erläutert Prof. Timo Leukefeld, Leiter der Projektgruppe des energieautarken Hauses. „Unsere Priorität war daher, ein Haus zu schaffen, das die am wenigsten kalkulierbaren Haushaltskosten der Bewohner, nämlich die Heiz- und Stromkosten, einspart.“

Dass sich Einsparungen langfristig als rentabler erweisen, liegt zum Einen daran, dass Einnahmen der Versteuerung nach dem privaten Einkommensteuersatz unterliegen, Einsparungen indes nicht. Zum Anderen aber auch daran, dass Einsparungen und Einnahmen die Kaufkraft unterschiedlich beeinflussen: Durch die rasante Energiepreissteigerung, vergrößert sich der Betrag der jährlichen Einsparung, da keinerlei oder dementsprechend weniger Rohstoffe von Energieversorgern gekauft werden, um diesen Faktor. Im Gegensatz dazu, verringert die Inflation sowie die Besteuerung die Einnahmen, die beispielsweise durch die Einspeisung des Stromertrages ins öffentliche Stromnetz erzielt werden. Wie aus der angehängten Grafik deutlich wird, ist es langfristig wirtschaftlicher selbst produzierte Energie auch selbst zu verbrauchen. Die Grafik zeigt an zwei Beispielen jeweils zwei Szenarien für ein anfängliches Einsparpotenzial von 1.000 Euro bei der Wärmeerzeugung durch die Sonne und stellt diesem, anfangs gleich hohe, Einnahmen durch eingespeisten Solarstrom entgegen. Unter Berücksichtigung einer realistischen Inflation und einer moderaten Energiepreissteigerung stellt sich für diese Beispiele eine sehr unterschiedliche Entwicklung der Kaufkraft dar. Die Einsparungen durch solare Energiesparhäuser werden jedes Jahr deutlich wertvoller – ein Konzept, das langfristig vor allem für die Altersversorgung tauglich ist.

Alternativen zum energieautarken Haus, aber mit dem gleichen, innovativen Heizkonzept ausgestattet, bieten das Sonnen- und das ecoSolar-Haus der HELMA Eigenheimbau AG. Der Energieverbrauch eines durchschnittlichen Einfamilienhauses für Wärme (Raumwärme und Warmwasser) beträgt ca. 87 Prozent. Nur ein sehr geringer Teil - 13 Prozent - des gesamten Energieverbrauchs eines Hauses werden für Elektrogeräte und Beleuchtung benötigt. Genau hier – bei einer effektiven Nutzung und Speicherung von kostenloser und unerschöpflicher Sonnenwärme – setzen die solaren Heizsysteme an und senken so die Energiekosten für die Wärmeerzeugung konstant. Das Sonnenhaus von HELMA ist beispielsweise immer auch ein KfW-Effizienzhaus 55, wobei der Jahresprimärenergiebedarf sogar noch deutlich geringer ist als bei einem Passivhaus. Um das zu erreichen, wird die Energie der Sonnenstrahlung über eine große Kollektorfläche gewonnen und in einem Langzeitwärmespeicher gesammelt. Dort steht sie zeitunabhängig bis zu mehreren Tagen zum Heizen, Baden und Duschen zur Verfügung. In sonnenarmen Perioden wird zusätzlich Wärmeenergie zur Unterstützung der Heizung und zur stärkeren Erwärmung des Brauchwassers durch einen Holzvergaserofen erzeugt. Auch mit einem ecoSolar-Haus können im Vergleich zu einem EnEV 2009-Standardhaus, durch die optimal aufeinander abgestimmten Komponenten der Heizanlage sowie der Hausdämmung, bis zu 50 Prozent der Energiekosten für Warmwasser und Heizung eingespart werden.

Neben dem ökologischen Gesichtspunkt ist vor allem die Aussicht auf lebenslange Unabhängigkeit und finanzielle Planbarkeit von steigenden Energiepreisen durch die Nutzung von solaren oder solar unterstützten Heizungen ein entscheidendes Kriterium für zukünftige Bauherren.


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