23.04.2013 | 10:04

HELMA wächst und schafft Arbeitsplätze

Hannover. Der Eigenheimbauer HELMA in Lehrte braucht wegen seines Wachstums mehr Mitarbeiter.

In den nächsten zwei Jahren will das Unternehmen nach Angaben von Finanzvorstand Gerrit Janssen rund 50 Beschäftigte einstellen – etwa Bauleiter, Bauzeichner, Projektentwickler oder Mitarbeiter für die Verwaltung. Außerdem plant HELMA einen Anbau an die Firmenzentrale mit Büros, Besprechungsräumen und Cafeteria, der Mitte 2014 fertig sein soll.

Das börsennotierte Bauunternehmen hat in den vergangenen Jahren ein beachtliches Wachstum hingelegt. Seit 2009 erhöhten sich die Umsatzerlöse von 62 auf 114 Millionen Euro im vergangenen Jahr. Dies führte auch zu zusätzlichen Arbeitsplätzen. Inzwischen beschäftigt HELMA mehr als 200 Mitarbeiter. Fast 140 Beschäftigte sind am Firmensitz tätig, die restlichen in den Vertriebsregionen. Ende 2010 gehörten noch rund 130 Mitarbeiter zur Belegschaft. Darüber hinaus arbeiten zahlreiche selbständige Berater für das Unternehmen, darunter auch Finanzierungsvermittler. Für die Hausbau- und Handwerksarbeiten beauftragt Helma Subunternehmen.

Die 1980 von Karl-Heinz Maerzke gegründete Firma hat sich eine Menge vorgenommen: Allein für 2013 ist ein Umsatzwachstum von mehr als 20 Prozent auf 140 Millionen Euro vorgesehen. Die Aufträge dafür hätten die Lehrter „im Prinzip“ in den Büchern, sagt Janssen. „Wir müssen sie nur noch umsetzen.“ Das operative Ergebnis (Ebit) soll von 7,3 auf 9 Millionen Euro zulegen. Die Zeiten, in denen HELMA rote Zahlen schrieb, sind lange vorbei. Für das vergangene Geschäftsjahr, in dem der Überschuss bei 3,8 Millionen Euro lag, sollen die Anteilseigner eine Dividende von 0,35 Euro je Aktie erhalten.

In den folgenden Jahren soll sich die Expansion mit hohem Tempo fortsetzen. Für 2015 peilt das Unternehmen einen Umsatz von 200 Millionen Euro an. Erreicht werden soll dies nicht nur im Kerngeschäft – dem Bau massiver Ein- und Zweifamilienhäuser für Privatleute. Die Firma forciert auch ihr Bauträgergeschäft in Ballungsräumen wie Berlin, Hamburg, Hannover und München. Dabei erwirbt Helma größere Areale und bietet Kunden dann sowohl das Grundstück als auch den Hausbau an. Die Tochter HELMA Wohnungsbau hat zum Beispiel in Berlin-Karlshorst zahlreiche Häuser verkauft. Einen Beitrag zum Wachstum versprechen sich die Lehrter künftig auch von einem weiteren Segment: dem Bau von Mehrfamilienhäusern für institutionelle Investoren wie Pensionsfonds oder Versicherungen. Vor einiger Zeit erwarb HELMA von der Bauwo in Hannover mehrere bereits vorentwickelte Wohnungsbauprojekte. Außerdem errichtet das Unternehmen Ferienhäuser und -wohnungen etwa an der Ostsee.

Vor Kurzem hat HELMA mit einer Kapitalerhöhung mehr als 3,2 Millionen Euro eingenommen. Die Aktien wurden von institutionellen Investoren gekauft, wie Janssen berichtet. Der Anteil des Firmengründers Maerzke verringerte sich dadurch auf 59,4 Prozent.


Quelle: Hannoversche Allgemeine Zeitung, Ausg. 23.04.2013


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