03.05.2012 | 11:41

Zum 1-jährigen Jubiläum: „Das EnergieAutarkeHaus von HELMA“ wird zweimal gebaut

Bauherren leben 100 Prozent autark im neuen Eigenheim

Anfang Mai feiert „Das EnergieAutarkeHaus von HELMA“ den ersten Geburtstag. Dieses innovative Haus im HELMA-Musterhauspark in Lehrte bei Hannover hat in seinem ersten Jahr für viel Aufmerksamkeit gesorgt. Regionale Besucher und bundesweite Interessenten besichtigten das innovative Haus. Auch in den Medien fand dieses realistische Energiesparkonzept eine große Resonanz.

Passend zu diesem Anlass hat HELMA nun die ersten beiden Häuser an private Bauherren verkauft. Die beiden Häuser werden direkt nebeneinander in einem Neubaugebiet in Freiberg, Sachsen, als erste Bauvorhaben in diesem Gebiet realisiert. Vor den zwei Baufamilien liegt eine spannende Bauphase, die von HELMA aus mit einem Bauherren-Tagebuch im Internet als auch fotografisch und filmisch dokumentiert wird. Der geplante Baubeginn ist August 2012. Die Einweihungen der ersten gebauten energieautarken Häuser der HELMA Eigenheimbau AG soll dann im Frühjahr 2013 bei strahlendem Sonnenschein angemessen gefeiert werden.

Das erste tatsächlich energieautarke Haus von HELMA versorgt seine Besitzer selbst mit Wärme und Strom aus Sonnenlicht. Das Haus erreicht, am sogenannten Referenzstandort Würzburg und einem optimalen Stromverbrauch, 100 Prozent Energieautarkie bezogen auf den Stromverbrauch. Im Unterschied zu anderen Hauskonzepten, wie beispielsweise dem Passivhaus oder dem Plusenergiehaus, setzt das energieautarke Haus zum Heizen ausschließlich auf Solarthermie und etwas Biomasse– nicht auf Strom. Den erzeugten Solarstrom verwendet das Haus in erster Linie für den eigenen Bedarf an Haushaltsstrom oder speichert ihn in einem Elektroenergiespeicher für einen flexiblen Gebrauch. Im November 2011 wurde das energieautarke Haus konsequenterweise mit der Plakette des Deutschen Solarpreises von der Europäischen Vereinigung für Erneuerbare Energien Eurosolar e.V. ausgezeichnet.

Die Sonne versorgt das energieautarke Haus mit Wärmeenergie für Heizung und Warmwasser und liefert den Strom für Haushalt und in mindestens neun Monaten des Jahres sogar noch für die Elektro-Mobilität. Ein Mess-, Steuer und Regelsystem sorgt für den optimalen und effizientesten Einsatz der gewonnenen Energie. Das energieautarke Haus erfüllt damit die Anforderungen eines KfW-Effizienzhaus 55. In diesem Haus deckt der kostenfreie und regenerative Rohstoff Sonne 65 Prozent des Jahreswärmebedarfs. Je nach Standort in Deutschland sind bis zu 70 Prozent solare Deckung möglich. Dafür sammeln 46 Quadratmeter Sonnenkollektoren, mit 45° Neigung in die Dachfläche integriert und nach Süden ausgerichtet, die Sonnenwärme. Die Wärme wird zentral von einem 9,3 Kubikmeter großen Langzeit-Solarspeicher aufgenommen. Hier steht sie rund um das Jahr zur Warmwasser-Bereitung zur Verfügung und wird über Wochen oder gar Monate gespeichert. In der sonnenärmeren Jahreszeit gibt der Speicher die Wärme über Wandflächen- oder Fußbodenheizung individuell regelbar an die Räume ab. Für den restlichen Wärmebedarf kommt der erneuerbare Rohstoff, Holz, in Form von Stückholz zum Einsatz. Über eine eingebaute Wassertasche gibt der Stückholzofen etwa 90 Prozent der Heizenergie an den Pufferspeicher. Die restliche Abwärme sorgt zusätzlich für angenehme Temperaturen im Wohnraum.

Zusätzlich zu den Kollektoren ist eine Photovoltaik-Anlage in das Dach integriert. Auf einer Fläche von 58 Quadratmetern erzeugt sie die Menge Strom, die das Haus für seine Eigenversorgung mit Haushaltsstrom benötigt. Um den selbst erzeugten Strom flexibler einsetzen zu können – also auch dann, wenn die Sonne gerade nicht scheint - wird dieser in einem mehrzelligen Elektroenergiespeicher mit 58 kWh bis zu mehreren Wochen zwischen gespeichert. So kann ein Elektromobil - auch noch am Feierabend - mit eigenproduziertem Strom geladen werden.

Gemessen an einem konventionellen Gebäude liegt der Primärenergiebedarf des Hauses mit 5 kWh pro Quadratmeter und Jahr rund 90 Prozent unter dem Wert, den die Energieeinsparverordnung für Neubauten vorschreibt und etwa 80 Prozent unter Passivhausstandard. Das energieautarke Haus bietet energiewirtschaftliche Zukunftssicherheit und persönliche Unabhängigkeit. Die monatlichen Einsparungen der Energiekosten wirken sich spürbar auf die Kaufkraft aus: Kontinuierliche Energiepreissteigerungen sind für die Bewohner dieses Hauses irrelevant.

Unternehmensdarstellung HELMA

Die HELMA Eigenheimbau AG baut seit über drei Jahrzehnten individuelle Massivhäuser zu garantierten Festpreisen mit Bauzeitgarantie. Der Schwerpunkt von HELMA liegt auf der Entwicklung, der Planung, dem Verkauf sowie der Bauregie von individuellen schlüsselfertigen oder teilfertigen Ein- und Zweifamilienhäusern in Massivbauweise. Mit überzeugenden, nachhaltigen Energiekonzepten hat sich das Unternehmen als einer der führenden Anbieter solarer Energiesparhäuser etabliert und gehört mit mehreren tausend gebauten Eigenheimen zu den erfahrensten und erfolgreichsten Unternehmen der Massivhausbranche.

Beteiligte Partner und Produkte

Das einschalige, monolithische Außenmauerwerk wird aus den in sich gedämmten Hochlochtonziegeln Poroton T8 der Wienerberger GmbH erstellt, die auch die Produzentin des speziellen Kamtec-Schornsteinsystems ist. Der Premiumhersteller SOLARWATT liefert, neben den deutschen Qualitätsmodulen auch die intelligenten Energiemanagement- und Speichersysteme zur effizienten Steuerung und Nutzung des Solarstroms. Diese Komponenten werden von der SunStrom GmbH installiert, die das komplette Photovoltaik-Konzept entwickelt hat. Die innovative Solarheizanlage wird vom regionalen Spezialisten, der Drechsler Haustechnik GmbH (DHE), installiert. Die TU Bergakademie Freiberg, Institut für Wärmetechnik und Thermodynamik (IWT), stattet die Häuser mit einer umfangreichen Messtechnik zur wissenschaftlichen Begleitung und Auswertung aus. Für das Monitoring der gewonnenen Messergebnisse wird am Institut eine Stelle als wissenschaftliche/r Mitarbeiter/in eingerichtet. Das energieautarke Haus wurde unter der Projektleitung des zweifachen Solarpreisträger Prof. Timo Leukefeld entwickelt.


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