Das Richtfest – Die Einweihung des Rohbaus

Wenn der Rohbau fertiggestellt und der Dachstuhl aufgestellt wurde, dann ist der erste wichtige Meilenstein beim Hausbau geschafft. Dieses Ereignis wird traditionell mit dem Richtfest gefeiert. Die Tradition des Richtfests soll einerseits dem Hausbesitzer Glück bringen, und andererseits auch ein Ausdruck der Freude und Wertschätzung zu Ehren der Zimmerleute sein. Aus diesem Grund wird das Richtfest auch direkt auf der Baustelle und zu den üblichen Arbeitszeiten gefeiert.


Wer richtet die Feier zum Richtfest aus, und welche Traditionen müssen beachtet werden?

Da die Tradition des Richtfests ursprünglich erschaffen wurde, um dem Zimmererhandwerk Ehre zu gebieten und den Zimmerleuten Dankbarkeit und Wertschätzung entgegen zu bringen, wird das Richtfest immer vom Bauherrn ausgerichtet und organisiert.

Neben den Zimmerleuten und allen Helfern, die am Hausbau beteiligt sind, ist es auch eine schöne Geste, die neuen Nachbarn zum Richtfest einzuladen. Besonders in Neubaugebieten eignet sich ein Richtfest hervorragend, um die Nachbarschaft kennenzulernen und sich bei den neuen Nachbarn frühzeitig vorzustellen. Wie weit der Umkreis der Nachbarschaft eingeladen wird, und ob und in welchem Umfang Freunde und Familie dazu eingeladen werden, bleibt dem Bauherrn natürlich selbst überlassen

Wie wird der Ablauf bei einem Richtfest gestaltet?

Natürlich darf bei einem Richtfest der Kranz nicht fehlen, der sogenannte Richtkranz. Der Richtkranz ist ein mit Tannengrün oder ähnlichen Zweigen geschmückter Kranz großen Durchmessers, an dem bunte Kreppbänder herunterhängen. Der Richtkranz wird zu Beginn des Richtfestes von den Zimmerleuten am Dachstuhl aufgehängt. Alternativ zum Richtkranz kann auch ein Richtfestbaum mit bunten Bändern verziert und von den Zimmerleuten am Dachstuhl befestigt werden.

Wenn der Richtkranz oder der Richtfestbaum am Dachstuhl befestigt wurde, hält der Zimmerer üblicherweise eine kleine Rede. Hierfür gibt es zahlreiche auf das Richtfest abgestimmte Sprüche, aus denen sich der Zimmerer einen Richtfestspruch auswählen kann. Mit dem Richtfestspruch wird dem Bauherrn der Dank ausgesprochen und um das Wohl des Bauherrn sowie des Hauses gebeten. Traditionell bekommt der Redner ein Glas Wein oder Schnaps, mit dem auf das Wohl des Bauherrn angestoßen wird. Anschließend wirft der Zimmerer das Glas vom Dach und weist damit dem weiteren Gelingen den Weg, denn ein zerbrochenes Glas bedeutet Glück. Ein heilgebliebenes Gas wird als schlechtes Omen gedeutet, gilt jedoch gleichzeitig auch als Schande für den Werfer.

Im Anschluss darf der Bauherr noch den letzten Nagel in den Dachstuhl einschlagen, wobei ihm dabei häufig von den Zimmerleuten ein Streich gespielt wird. Im Anschluss geht es zum Richtschmaus über.

Da der Rohbau die einzige Location der Richtfest Feier darstellt, sollte der Ablauf so rustikal wie möglich gehalten werden. Getränke und rustikales Essen, z.B. belegte Brötchen, Blechkuchen oder Salate bieten sich für den Richtschmaus besonders an. Wie lange und wie ausgiebig man im Anschluss feiern möchte, bleibt natürlich jedem selbst überlassen.

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