Hausbau - Lust statt Frust Teil 4

Wenn das Wetter den Baubeginn oder den Baufortschritt bestimmt

Während wir bei HELMA mit Ihnen gemeinsam viele Details positiv beeinflussen können, sind wir bei den Wetterbedingungen leider machtlos. Bei manchen Phasen des Hausbaus kann es Witterungen geben, die uns als verantwortungsvolles Bauunternehmen zwingen, den Bau vorübergehend einzustellen. Im Folgenden erfahren Sie, welche Konstellationen vorkommen können und warum wir in Ihrem Interesse verantwortungsvoll handeln müssen.

Bei Temperaturen bis 5 Grad Celsius ist alles im grünen Bereich

Beim Hausbau gilt generell die 5-Grad-Grenze. Oberhalb dieser Temperatur sind alle Arbeiten, über die gesamte Bauzeit, vollkommen unkritisch. Aber Achtung: 5 Grad Celsius müssen sowohl tagsüber, als auch nachts erreicht werden. Droht die Temperatur nachts unter 5 Grad abzusinken, muss Ihr Projektleiter entscheiden, ob und welche Arbeiten bedenkenlos angefangen bzw. fortgeführt werden dürfen.

Warum können Temperaturen unter 5 Grad Celsius problematisch werden?

Viele Materialien, die beim Hausbau verwendet werden, sind auf Wasserbasis. Das bedeutet, dass sie bei Frost ihre Eigenschaften verändern können. Das ist z. B. bei Farbe, Putz, Mörtel und anderen Klebern der Fall. Wird bei zu niedrigen Temperaturen gemauert, kann der Mörtel nicht richtig haften, denn bei sinkenden Temperaturen wird die Festigkeitsentwicklung gehemmt und kommt bei Frost sogar zum Stillstand. Dadurch kann der Mörtel/Steinkleber nicht korrekt aushärten und es können Risse im Mauerwerk begünstigt bzw. die Statik des Hauses gefährdet werden, da die Verbindungen zwischen den Steinen nicht im erforderlichen Maße ausgebildet werden können und das Mauerwerk somit nicht die notwendige Festigkeit erreicht. Auch bei Arbeiten mit Beton muss generell auf Frostfreiheit geachtet werden.

Kann unser Bau trotzdem im Winter beginnen?

Grundsätzlich ist es im Januar und Februar eher schwierig, mit dem Bau zu beginnen. Gerade zu Beginn ist es notwendig, dass die Wetterbedingungen über einen gewissen Zeitraum die notwendigen Arbeiten zulassen. Ihr Bauleiter wird individuell entscheiden, wann er einen Baustart bei Ihnen verantworten kann.

Müssen sofort alle Arbeiten eingestellt werden, wenn sich die Witterung negativ verändert, oder reicht es, spezielle Vorkehrungen zu treffen?

Nein, es müssen nicht immer sofort alle Arbeiten eingestellt werden. Ihr Projektleiter wird in Ihrem individuellen Fall prüfen, welche Vorkehrungen bei Ihrem Bauprojekt getroffen werden müssen, um keine Risiken einzugehen. Sollte es notwendig sein, vorübergehend den Bau einzustellen, wird Ihr Bauleiter alles daransetzen, Ihren Hausbau so schnell wie möglich fortzuführen.

Was muss bei Regen und Nässe beachtet werden?

Leichter Regen ist i. d. R. unproblematisch. Bei starkem Niederschlag kann es jedoch notwendig sein, die Arbeiten kurzfristig einzustellen. Hier sind vor allem zwei wichtige Gründe zu nennen:

  • Der Mörtel bzw. der Steinkleber, der zum Mauern verwendet wird, ist auf Wasserbasis und würde bei starkem Regen zu sehr verwässern und damit seine verbindenden Eigenschaften nicht im notwendigen Maße ausbilden können.
  • Bei den Putzarbeiten könnte es passieren, dass der Putz durch vermehrte Wasseraufnahme zu schwer wird und nicht mehr am Untergrund haftet, also wieder heruntergewaschen wird.

Da die Hersteller für ihre Produkte strikte Verarbeitungsvorschriften vorgeben müssen, um Produkteigenschaften zu garantieren, ist auch der Ermessensspielraum des Bauleiters häufig stark eingeschränkt. In jedem Fall aber wird ihr Bauleiter alles versuchen, um eventuelle wetterbedingte Ausfälle zu kompensieren.

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