Die Bodenplatte

Wer ein Haus ohne Keller bauen möchte, der benötigt eine Bodenplatte. Die Bodenplatte oder auch Fundamentplatte ist die Basis für jeden Hausbau, der ohne Keller erfolgen soll. Die Bodenplatte für ihr Haus wird direkt auf dem Boden gegründet. Zum einen sorgt sie dafür, dass das Haus ebenerdig gebaut werden kann, denn das natürlich gewachsene Erdreich ist häufig nicht ganz waagerecht. Zum anderen schützt sie das Bauwerk auch vor den natürlichen Bewegungen und Veränderungen der darunterliegenden Erde. Eine weitere wichtige Aufgabe der Bodenplatte ist es, das Gewicht des Hauses gleichmäßig an den Boden weiterzugeben, da sich dieses auf der Bodenplatte gleichmäßiger verteilen kann, als wenn die Wände direkt auf den Boden aufgesetzt würden.


Der Aufbau der Bodenplatte

Eine Bodenplatte besteht aus verschiedenen Schichten, die übereinander eingebaut werden, bevor am Ende das eigentliche Fundament aus Beton gegossen werden kann. Doch zunächst ist es wichtig, die richtige Tiefe im Boden zu bestimmen, die ausgehoben werden muss, um mit dem Schichten zu beginnen. Ebenfalls muss vorab die Dicke der Bodenplatte für Ihr Haus bestimmt werden.

Für die Herstellung der Bodenplatte sind somit folgende Schritte notwendig:

  1. Zunächst wird eine Grube für die Herstellung des Fundaments ausgehoben. Die Tiefe muss je nach Klima zwischen 40 und 150cm betragen.
  2. Die ausgehobene Grube wird begradigt und verdichtet.
  3. Die begradigte und verdichtete Fläche wird nun mit einer Schicht Kies oder Schotter aufgefüllt. Je nach Beschaffenheit des Bodens kann es notwendig sein, zusätzliche Fundamente oder Entwässerungssysteme in Form von Bodendrainagen herzustellen. Der eingefüllte Kies oder Schotter muss wiederum begradigt und verdichtet werden, bevor die weiteren Schritte erfolgen können. Die entstandene Schicht wird auch als Sauberkeitsschicht bezeichnet.
  4. Bei der Herstellung der Bodenplatte spielt auch die Dämmung eine wichtige Rolle, um unnötigem Wärmeverlust im Haus vorzubeugen. Für die Dämmung der Bodenplatte können Dämmfolien oder Dämmmatten zum Einsatz kommen. Durch diese Maßnahme wird die Dichtigkeit der Bodenplatte erweitert. Während die vorher verdichteten Kies- oder Schotterschichten das aufsteigende Grundwasser aufhalten, sorgt die Dämmschicht aus Folien oder Dämmmatten zusätzlich dafür, dass die Temperatur nicht entweichen kann.
  5. Auf die Dämmung wird anschließend eine Konstruktion aus Stahlmatten verlegt, die sogenannte Bewehrung. Durch die anschließende Auffüllung mit Beton resultiert ein Verbundwerkstoff, der als Stahlbeton bezeichnet wird. Das Ergebnis ist eine verbesserte Stabilität und eine erhöhte Tragfähigkeit.
  6. Wenn alle Maßnahmen abgeschlossen sind, kann das eigentliche Fundament gegossen werden. Hierfür wird mit einer Betonpumpe flüssiger Beton auf der vorbereiteten Fläche aufgetragen und sofort mit Schiebern gleichmäßig auf der Fläche verteilt.
  7. Wenn der Beton gleichmäßig aufgetragen wurde, muss die fertig gegossene Bodenplatte trocknen und wird dafür einige Tage ruhen gelassen.

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