Warum ist winterlicher und sommerlicher Wärmeschutz beim Hausbau so wichtig?

Das Klima in Deutschland kann sowohl im Winter als auch im Sommer extrem sein. Die Temperaturunterschiede reichen von -20 Grad im Winter bis +40 Grad im Sommer. Um sich im Gebäudeinneren vor dem teils extremen und stark variierenden Klima schützen zu können, muss die Gebäudehülle bereits beim Bau mit dem entsprechenden Klimaschutz ausgerüstet werden. Es wird zwischen dem winterlichen und sommerlichen Wärmeschutz unterschieden. Während der winterliche Wärmeschutz vor allem für den Schutz vor Feuchtigkeit und Schimmel bekannt ist, geht es beim sommerlichen Wärmeschutz um die Behaglichkeit im Haus. Denn bei sehr hohen Innenraumtemperaturen lebt und schläft es sich insbesondere so schlecht, dass nicht mehr von einem angenehmen Wohnklima gesprochen werden kann. Die Notwendigkeit des sommerlichen und winterlichen Wärmeschutzes ist dabei zwingend gleichzusetzen. Wie der Wärmeschutz in der Praxis umgesetzt wird und was dabei beachtet werden muss, erfahren Sie in unserem Blogartikel.

 

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Was bedeutet winterlicher Wärmeschutz?

Der winterliche Wärmeschutz hat die Aufgabe, extreme Minustemperaturen aus dem Gebäudeinneren fernzuhalten. Der Wärmeverlust im Haus soll so gering wie möglich sein, dabei soll ein angepasstes Raumklima, ein einwandfreies hygienisches und schimmelfreies Umfeld geschaffen und zugleich auch die Bauteile vor Verrottung, Klimaschäden und Feuchteeinwirkungen geschützt werden. Der winterliche Wärmeschutz wird durch eine gute Wärmedämmung erreicht, die von außen an die Wände angebracht wird. Dies kann zum Beispiel in Form eines Wärmedämmverbundsystems (WDVS) oder durch eine mit einer Kerndämmung aus Mineralfaser ausgestatteten Verblendfassade (Klinker) erfolgen. Bei der monolithischen Bauweise wird der winterliche Wärmeschutz allein durch die Dicke und die Beschaffenheit der verwendeten porosierten Hochlochziegel aus Ton erreicht, sodass keine zusätzliche Dämmung erforderlich ist. Beim winterlichen Wärmeschutz wird auch von einem zu erreichenden energetischen Mindestwärmeschutz gesprochen.

 

Was bedeutet sommerlicher Wärmeschutz und wodurch wird er beeinflusst?

Der sommerliche Wärmeschutz hat das Ziel, die Wohnräume vor den hohen Außentemperaturen und einer übermäßigen Aufheizung durch Sonneneinstrahlung zu schützen. Das Wohnklima soll angenehm, behaglich sowie weder zu feucht noch zu trocken sein und die Temperatur nicht zu hoch. Der sommerliche Wärmeschutz wird durch die Größe der Räume, die Ausrichtung der Fenster, den Fensterflächenanteil, die Wärmedämmung der Außenbauteile (Fenster, Türen und Außenwände), (elektrische) Rollläden, Wärmedämmrollos oder – vorhänge und die Wärmespeicherfähigkeit von innenliegenden Bauteilen beeinflusst.


Welche gesetzliche Grundlage regelt den winterlichen und sommerlichen Wärmeschutz?

Die gesetzliche Grundlage, die den winterlichen und sommerlichen Wärmeschutz regelt, ist das Gebäudeenergiegesetz (GEG), das am 1. November 2020 die bis dahin geltenden Regelwerke Energieeinsparungsgesetz (EnEG), Energieeinsparverordnung (EnEV) und Erneuerbare-Energien-Wärmegesetz (EEWärmeG) zusammengeführt und abgelöst hat. Der §14 des GEG regelt, dass neu zu errichtende Wohngebäude so auszuführen sind, dass die im GEG definierten Anforderungen an den sommerlichen Wärmeschutz eingehalten werden. Der winterliche Mindestwärmeschutz wird im §11 des GEG geregelt.


Wie kann der erreichte Wärmeschutz überprüft werden?

Der winterliche Wärmeschutz wird bereits durch die Wärmedämmung bzw. den Wandaufbau Ihres HELMA-Hauses und die ausgezeichnete Qualität der verbauten Bauteile standardmäßig erreicht. Bei der Hausplanung wird sich Ihr persönlicher Fachberater mithilfe seines Planungstools (z.B. durch Erreichung eines bestimmten Fensterflächenanteils, die Ausrichtung der Fenster und/ oder einen Sonnenschutz vor den Fenstern) bereits an den gesetzlichen Vorgaben orientieren, um auch den sommerlichen Wärmeschutz einzuhalten. Nach der Fertigstellung der Hausplanung werden alle Planungsdetails von unseren Fachabteilungen nochmals überprüft und eine Berechnung der Wärmedämmung durchgeführt. Sollte dabei festgestellt werden, dass Zusatzmaßnahmen zur Einhaltung des Wärmeschutzes notwendig sind, werden wir Ihnen für diese ein transparentes Angebot unterbreiten. Nach Fertigstellung und Übergabe des Hauses wird ein Energieausweis erstellt, der die Erreichung des sommerlichen Wärmeschutzes nachweislich dokumentiert.

Haben Sie Fragen zum Wärmeschutz Ihres HELMA-Hauses?

Wenn Sie Fragen zum winterlichen und sommerlichen Wärmeschutz Ihres HELMA Hauses haben, informieren Sie sich gerne in unserem Hausbaulexikon oder kontaktieren uns persönlich. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme und beraten Sie gerne.

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