Zwei Unternehmen, eine Marke: HELMA Massivhaus.

Massivbauweise, Skelettbauweise & Co. – was bedeutet das eigentlich?

Wer sich für einen Hausbau interessiert muss sich mit vielen Informationen und Fachbegriffen auseinandersetzen: Massivbauweise, Skelettbauweise, Fertighaus und Massivhaus sind dabei oft die ersten Begriffe, die nicht nur die Frage „Was bedeutet das eigentlich alles?“, sondern auch die Frage „Welche Bauart ist die richtige für mich?“ hervorrufen. In diesem Artikel geben wir Ihnen eine Übersicht über diese Begriffe und helfen Ihnen, die richtige Entscheidung zu treffen.

 

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Was bedeuten Massivbauweise, Skelettbauweise und Holzständerbauweise?

Ursprünglich sieht die Definition für die Massivbauweise vor, dass alle Tragwerk-Elemente eine tragende Funktion erfüllen. Demnach könnte also auch ein Fertighaus, dessen Wände im Fertighauswerk aus massivem Betonguss gefertigt werden, als Massivhaus bezeichnet werden. Diese Definition hat sich aufgrund des geringen Marktanteils von Fertighäusern, die mit Betonwänden gebaut werden, gesellschaftlich nicht durchgesetzt. Deshalb wird der Begriff Massivbauweise im üblichen Sprachgebrauch für „Stein-auf-Stein“-gebaute Häuser verwendet, während die Skelettbauweise und die Holzständerbauweise für Fertighäuser zum Einsatz kommen. Aus diesem Grund werden diese drei Begriffe auch in diesem Artikel analog verwendet. Bei der Skelettbauweise und der Holzständerbauweise übernehmen übrigens die in die Wände eingearbeiteten Stützen oder Pfeiler die tragende Funktion für die Wände. Der einzige Unterschied zwischen der Skelettbauweise und der Holzständerbauweise ist, dass bei der Skelettbauweise zusätzlich zu den senkrechten Stützen auch noch horizontale Träger eingesetzt werden und die Abstände der Balken dadurch größer sind als beim Holzständerbau.

Was ist der Unterschied zwischen Massivhaus und Fertighaus?

Wenn das Haus erst mal steht, können Sie von außen mit dem bloßen Auge kaum noch einen Unterschied zwischen einem Massivhaus und einem Fertighaus erkennen. Für Ihr Leben in Ihrem neuen Traumhaus gibt es allerdings eine ganze Menge Vorteile und Nachteile, die Sie vor Ihrer Entscheidung beachten sollten. In der folgenden Tabelle vergleichen wir einige Unterschiede zwischen HELMA Massivhäusern und Fertighäusern:

 

 

Massivhaus

Fertighaus

Erdarbeiten & Bodenplatte

Bei jedem HELMA Massivhaus ist die Bodenplatte sowie eine Pauschale für Erdarbeiten bereits im Festpreis inkludiert. So haben Sie die beste Planungssicherheit. Erst ab einem überdurchschnittlich hohen Bedarf an Erdarbeiten (z.B. Hanglage oder schlechte Bodenverhältnisse) könnten erweiterte Erdarbeiten notwendig werden.

Achtung Preisfalle: Die angegebenen Preise für Fertighäuser sind oftmals ab Oberkante Bodenplatte. Das heißt für Sie, dass Sie sich sowohl um die Erdarbeiten als auch um die Bodenplatte selber kümmern müssen. Und vor allem auch die Kosten zusätzlich selber zu tragen haben. Das macht Ihren Hausbau schlechter kalkulierbar und sorgt für mehr Arbeit.

Schlüssel-
fertiges Bauen

Schlüsselfertiges Bauen ist absolut komfortabel und bei jedem HELMA Massivhaus für Sie inklusive. Wir übernehmen alle Gewerke für Sie und übergeben Ihnen Ihr Haus nach individueller Planung und Fertigstellung aller Gewerke schlüsselfertig und malerfertig. Im Anschluss können Sie die Gestaltung Ihrer Wände und Wohnraumböden ganz nach Ihren Wünschen vornehmen. 

Fertighäuser werden in verschiedenen Ausbaustufen angeboten. Wenn Sie viele Eigenleistungen erbringen möchten, kann das für Sie ideal sein. Allerdings sollten Sie sich vorab gut überlegen, welche Gewerke Sie wirklich in Eigenleistung ausführen können. Denn sollten Sie doch noch professionelle Hilfe benötigen, könnte es schwierig werden, spontan an gute Fachkräfte zu kommen und unter Umständen auch zu höheren Kosten führen.

Schall- und Lärmschutz

Bei massiven Wänden ist von einem sehr guten Schall- und Lärmschutz auszugehen. 

Bei Holzwänden ist der Schallschutz innerhalb des Hauses in der Regel etwas schlechter.

Traglast der Wände

Voll beladene Küchenschränke oder schwere Badezimmerschränke sind für die Wände Ihres HELMA Massivhauses kein Problem. Mit einer Bohrmaschine und den passenden Dübeln bewaffnet, können Sie anbringen, was immer Ihnen vorschwebt. 

Da es sich bei Fertighauswänden um verkleidete Holzrahmen handelt, die in sich gedämmt sind, darf die Traglast nicht so hoch wie bei gemauerten Wänden sein. Bei schweren und voll beladenen Schränken ist Vorsicht geboten. 

Grundriss-
änderungen

Der Platzbedarf und die eigenen Vorstellungen können sich im Laufe der Jahre und im Wandel der Lebensphasen durchaus verändern. Wenn Sie den Grundriss Ihres Eigenheims entsprechend anpassen können, ist das sehr vorteilhaft. Bei einem Massivhaus sind Sie diesbezüglich über die gesamte Lebenszeit des Hauses sehr flexibel. Nicht tragende Wände können eingerissen oder versetzt werden. Auch in Bezug auf einen Wiederverkauf ist dieser Vorteil hervorzuheben. 

Bei Fertighäusern sind Grundrissänderungen schwieriger. Es gibt allerdings Möglichkeiten, Veränderungen bei nicht tragenden Wänden durchzuführen. Diese müssen jedoch unbedingt mit einem Spezialisten für Fertighäuser durchgesprochen werden. 

Wieder-
verkaufswert

Sowohl außen als auch innen können größere Veränderungen problemlos umgesetzt werden. Aus diesem Grund ist die Individualisierungsmöglichkeit auch für zukünftige Eigentümer sehr groß, was den Wiederverkaufswert steigert. Auch der gute Schallschutz spricht für das Massivhaus.

Aufgrund der schwieriger umzusetzenden Grundrissveränderungen / Individualisierungsmöglichkeiten ist beim Wiederverkauf mit einem Abschlag zu rechnen.


Welche Varianten werden bei der Massivbauweise unterschieden?

Häuser, die in Massivbauweise gebaut werden, werden „Stein-auf-Stein“ gemauert. Dennoch gibt es Unterschiede bei den verwendeten Baustoffen. Porenbeton, Kalksandstein und porosierte Hochlochziegel werden beispielsweise gerne und häufig verwendet. Bei allen HELMA Massivhäuser kommen porosierte Hochlochziegel zum Einsatz, die sehr gute Schallschutz- und Wärmedämmeigenschaften aufweisen und dadurch für ein langlebiges und energieeffizientes Mauerwerk besonders geeignet sind. Im Standard wird der Außen-Wandaufbau mit Wärmedämmverbundsystem (WDVS) ausgeführt, alternativ hierzu ist allerdings auch eine monolithische Bauweise optional erhältlich. Beide Varianten werden mit einer Putzfassade verkleidet. Wer stattdessen eine Klinkerfassade bevorzugt, kann sich auch für ein zweischaliges Mauerwerk mit Klinker (Verblendfassade) entscheiden.


Massivhaus vs. Fertighaus – was ist besser?

Um eine Entscheidung treffen zu können, ob ein Massivhaus oder ein Fertighaus die richtige Wahl für Sie ist, hilft eine persönliche Pro- und Kontraliste, mit der Sie alle Vor- und Nachteile bewerten können. Gerade wenn Sie Wert auf Nachhaltigkeit legen, könnte die monolithische Massivbauweise die richtige Wahl für Sie sein. Denn bei dieser Bauart ist keine zusätzliche Dämmung notwendig, wodurch Sie auch bei einem Umbau, Anbau oder späteren Rückbau keinerlei Sondermüll produzieren. Zudem werden die verwendeten Tonziegel ausschließlich aus natürlichen Baustoffen hergestellt, während das Holz, das für Fertighäuser verwendet wird, für eine bessere Haltbarkeit im Regelfall noch behandelt werden muss. Übrigens bekommen Sie alle HELMA Massivhäuser bereits im Standard mit einer technischen Ausstattung, die einem KfW 55 EE-Haus entspricht. So haben Sie die Möglichkeit, ganz einfach die attraktiven Fördermittel der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zu nutzen.
Wenn Sie weitere Fragen zu den HELMA Massivhäusern oder der Massivbauweise haben, besuchen Sie gerne unsere Webseite, ordern Sie unseren kostenlosen Hauskatalog, besuchen Sie unser Hausbaulexikon oder kontaktieren Sie uns persönlich. Wir freuen uns auf Sie und beraten Sie gerne!

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