Was ist ein Fertighaus?

Als Fertighaus werden Häuser bezeichnet, dessen Bauteile, insbesondere die geschosshohen Wände in einem Fertighauswerk angefertigt und am Bestimmungsort zu einem Haus montiert werden. Wenn Sie ein Fertighaus bauen, erfolgen der Innenausbau sowie die äußerliche Fertigstellung direkt auf der Baustelle, nachdem die Bauteile des Fertighauses aufgestellt wurden. Wichtig für die Definition des Fertighauses ist, dass die vorgefertigten Wände geschosshoch sind.

Im Gegensatz zu den HELMA-Häusern in Massivbauweise bestehen bei Fertighäusern weniger Möglichkeiten zur Individualisierung durch die Bauherren. In der Regel wählen Sie zunächst einen Haustypen: Einfamilienhaus, Bungalow, Stadtvilla, Doppelhaus? Im folgenden Schritt wählen Sie dann ein Modell mit einem Baustil, welcher Ihnen gefällt. Bei den meisten Anbietern sind vielfältigen Änderungsmöglichkeiten allerdings rar.

Bei HELMA sind die Haustyp-Inspirationen genau das: Inspirationen und Beispiele für das, was mit HELMA möglich ist. Wählen Sie in Ihrem Katalog das Haus, welches ansatzweise Ihren Vorstellungen eines Eigenheims entspricht – und in einem Gespräch mit unseren Fachberatern machen wir daraus Ihr Traumhaus, ein individuelles Architektenhaus ganz nach Ihren Wünschen und Bedürfnissen.

Stellen Sie es sich vor wie eine Pizza-Bestellung: Bei einem Fertighaus können Sie zwischen der Hawaii oder einer Funghi entscheiden – mit einem HELMA Massivhaus können Sie sich aus allen verfügbaren Zutaten Ihre ganz eigene Lieblingspizza zusammenstellen. 


Der Bau eines Fertighauses

Aus welchen Rohstoffen werden die Hausteile hergestellt? Je nach Fertighaushersteller kommen unterschiedliche Bauweisen zum Einsatz. Gemeinsam haben sie vor allem eines: der primäre Baustoff ist Holz.

Dabei gibt es im Grunde zwei Bauarten: Die eine ist die Holzblockbauweise. Dabei werden Holzstämme (rund oder viereckig) verkämmt, sie liegen also verkantet aufeinander und bilden so eine Wand. Gängiger ist aber die Tafelbauweise. Dabei wird ein Grundgerüst aus Holz gebaut, welches mit Dämmmaterial gefüllt wird. Die so entstehenden Platten werden meist direkt in der Form der jeweiligen Wand vorbereitet, welche am Ende nur noch zusammengeschraubt werden müssen.

Die Massivbauweise bietet allerdings in der Regel einen besseren Schallschutz, eine bessere Klimaregulierung sowie mehr Flexibilität in der Innenraumgestaltung: Bevor Hängeschranke, insbesondere massive oder schwere Wandregale, oder Möbel wie ein Hängesessel an eine Holzwand angebracht werden können, muss geprüft werden, ob das die Wand oder die Decke tragen kann oder ob im Zweifelsfall an bestimmten Balken geschraubt oder gebohrt werden muss.

Aus welchem Material und in welcher Bauweise werden die Fertighausteile hergestellt?

Die meisten Fertighäuser werden aus Holz hergestellt. Je nach Anbieter kommen unterschiedliche Bauweisen zum Einsatz. Es gibt auch die Möglichkeit ein massives Fertighaus zu errichten. Hierbei werden die Wände aus Beton, Blähton (Leichtbeton) oder Ziegelsteinen vorgefertigt. Diese Bauweise besitzt allerdings nur einen sehr geringen Marktanteil, weswegen wir in diesem Lexikoneintrag ausschließlich auf den Fertigbau aus Holz und Holzbaustoffen eingehen.

Welches Fundament wird für ein Fertighaus benötigt?

Jedes Haus, unabhängig von der Bauart, muss entweder auf einer Bodenplatte oder auf einem zuvor errichteten Keller aufgestellt werden.

Welche Dachformen sind bei einem Fertighaus möglich?

Da die Bauweise nicht maßgeblich für die Dachform ist, haben Sie auch bei einem Fertighaus die Möglichkeit sich für zahlreiche unterschiedliche Dachformen zu entscheiden. Ein Fertighaus kann also ein Pultdach haben, ein Satteldach oder ein Flachdach ist auch möglich.

Welche Ausbaustufen gibt es bei einem Fertighaus?

Fertighäuser werden bei einigen Anbietern in sogenannten Ausbaustufen verkauft. Dabei legen Sie fest, wie viel Eigenleistung Sie investieren wollen. Je nach Anbieter werden Ausbaustufen mit unterschiedlichem Leistungsumfang festgelegt. Vom Ausbauhaus als Rohbau über Innenausbau bis schlüsselfertig ist vieles möglich.
Durch die individuelle Planung und den komplexeren Massivbauvorgang gibt es diese Möglichkeit bei HELMA als Anbieter nicht. Das bedeutet für Sie aber ein sorgenfreier Bau mit einem Bauunternehmen, das Ihnen einen übersichtlichen, transparenten und planbaren Festpreis bietet, für den Sie letztlich ein schlüsselfertiges, wertbeständiges Massivhaus erhalten – ohne weiteren (fehleranfälligen) Ausbau in Eigenregie

Wie individuell kann ich ein Fertighaus als mein neues Eigenheim gestalten?

Bei den Fertighäusern gibt es, ähnlich wie bei den HELMA Massivhäusern, verschiedene Haustypen: die Stadtvilla oder den Bungalow. Bei diesen Varianten gibt es dann einige Modelle. Aus diesen können Sie Ihren Favoriten wählen und, je nach Anbieter, eventuell noch die Ausbaustufe festlegen.
Individuell Erker, Etagen und Räume hinzufügen, das ist bei den meisten Fertighaus-Anbietern allerdings nicht möglich. Ein wahrhaft individuelles Architektenhaus gibt es dabei nur bei HELMA in Massivbauweise.


Bezug & Wohnen im Fertighaus

Hat die Bauweise eine Auswirkung auf das Raumklima, die Inneneinrichtung oder muss sonst noch etwas beachtet werden?

Ist das Fertighaus direkt nach dem Aufstellen bezugsbereit?

Nein, beim Stellen des Fertighauses ist lediglich der Rohbau errichtet. Der Innenausbau muss genauso wie beim Massivhaus nach der Errichtung des Rohbaus ausgeführt werden.

Ist ein Fertighaus schneller bezugsfertig als ein Massivhaus?

Die These, dass Fertighäuser schneller bezugsfertig sind als Massivhäuser, hält sich konsequent. Diese Behauptung ist jedoch nicht richtig, da für die realistische Betrachtung der gesamte Zeitraum von Planungsbeginn bis zur Übergabe gegenübergestellt werden muss. Richtig ist, dass sich die einzelnen Bauphasen in ihrer Länge unterscheiden. Aufgrund der bereits vor Baubeginn (Endmontage beim Fertighaus) stattfindenden Fertigung der Wände und der damit teilweise verbundenen langen Wartezeit (je nach Hersteller zwischen einigen Monaten und 2 Jahren), kann die Planungsphase bei einem Fertighaus sogar die gesamte Planungs- und Bauzeit eines Massivhauses übersteigen.

Kann ich bei einem Fertighaus nachträglich Grundrissänderungen / Wanddurchbrüche vornehmen?

Um bei einer Sanierung nachträglich Grundrissänderungen oder Wanddurchbrüche vornehmen zu können, muss in jedem Fall ein Profi für Fertighäuser zurate gezogen werden. Die Änderungen dürfen keinesfalls in Eigenregie umgesetzt werden. Grundsätzlich können Anpassungen oder Anbauten möglich sein. So einfach wie bei Massivhäusern, bei denen Sie bei nicht tragenden Wänden Durchbrüche vornehmen können, ist das Unterfangen jedoch nicht. Deshalb ist es bei Fertighäusern sehr wichtig, sich den Grundriss vorab gut zu überlegen, damit im besten Fall keine nachträglichen Änderungen notwendig werden.

Worauf muss ich beim Schallschutz eines Fertighauses achten?

Da der Schallschutz bei Fertighäusern in der Regel deutlich schlechter ist als bei Massivhäusern, sollte bei der Planung unbedingt darauf geachtet werden, dass zusätzliche, schallisolierende Maßnahmen an den Holz(innen)wänden vorgenommen werden.

Was muss ich beim Anbringen von Bildern und Lampen beachten?

Beim Anbringen von Bildern, Lampen, schweren Regalen oder bspw. Hängesesseln gilt zu beachten, dass die Traglast, die eine Holzwand oder Holzdecke tragen kann, deutlich kleiner ist, als die einer massiv gemauerten Wand oder Decke. Bitte erkundigen Sie sich vor dem Anbringen, ob die Last dauerhaft von Ihrer Wand oder Ihrer Decke getragen werden kann, ob Sie spezielle Dübel/Schrauben dafür benötigen oder ob Sie die Löcher an bestimmte, tragende Stellen platzieren müssen.


Wert, Finanzierung & Förderung

Gibt es für beide Bauarten Unterschiede bei den Fördermöglichkeiten, beispielsweise für einen Hausbau mit hoher Energieeffizienz? Haben die beim Hausbau verwendeten Rohstoffe einen Einfluss auf die Finanzierung?

Wie hoch ist der Wertverlust / Wiederverkaufswert eines Fertighauses?

Da spätere Umbauten und Sanierungen deutlich eingeschränkter bzw. schwieriger umzusetzen sind als beim Massivhaus, ist beim Wiederverkauf eines Fertighauses mit einem Abschlag zu rechnen. Wie hoch dieser ausfällt, hängt immer vom speziellen Fall ab.
Zudem altert der Baustoff Holz schneller – ein Massivhaus ist im Durchschnitt zehn bis dreißig Jahre langlebiger. Auch die Behandlung der Holzbaustoffe vor der Verarbeitung kann sich im Laufe der Zeit als problematisch herausstellen, beispielsweise die vorhandenen Lösemittel im Leim. Zuletzt sind Schäden durch Wasser bei einer Holzbauweise meist gravierender als bei einem Mauerwerk.

Kann ich ein Fertighaus finanzieren lassen?

Prinzipiell können Sie auch für ein Fertighaus den Finanzierungsservice Ihrer Bank in Anspruch nehmen. Es ist allerdings möglich, dass Ihre Bank einen Risikoaufschlag oder mehr Eigenkapital von Ihnen verlangt, da der Wertverlust größer ist als bei einem Massivhaus und der Wiederverkaufswert ebenfalls geringer ausfällt. Dadurch steigt das Risiko für die Bank und die Zinsen werden zum Ausgleich erhöht.

Gibt es Förderungen für Fertighäuser?

Nein, für Fertighäuser im Besonderen gibt es keine Förderungen. Wenn Sie sich aber dafür entscheiden, Ihr Haus nachhaltig, energieeffizient oder ökologisch zu bauen, stehen Ihnen, wie auch für Massivhäuser, verschiedene Förderungen der Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) zur Verfügung. Die KfW fördert beispielsweise, wenn Sie sich dafür entscheiden, ein Energieeffizienzhaus bauen zu lassen. Mehr Informationen dazu erhalten Sie auf der Webseite der KfW.


Informationen & Beratung

Kann ich mir verschiedene Fertighäuser und ihre Möglichkeiten vorher anschauen?

Es stehen verschiedene Musterhausparks zur Verfügung, in denen Sie eine Auswahl an Fertighäusern und Massivhäusern in Form von Musterhäusern besichtigen können. Bei fast allen Herstellern können Sie sogar an einer Werksbesichtigung teilnehmen. Hierbei können Sie sich unverbindlich über die jeweiligen Vorteile informieren, herausfinden welche Bauweise Sie wirklich überzeugt und viele Infos mit nach Hause nehmen. Diesen Service finden Sie an vielen Standorten in Deutschland, sicher auch in einem Ort in Ihrer Nähe.

Kann ich bei HELMA ein Fertighaus kaufen?

Nein, denn die HELMA Eigenheimbau AG baut mit Ihrem Qualitätsprodukt „HELMA Massivhaus“ bereits seit 1980 Einfamilienhäuser, Zweifamilienhäuser und Doppelhäuser in wertbeständiger Massivbauweise. HELMA steht für hochwertige und wertbeständige Traumhäuser, die individuell geplant und gebaut werden. Bei HELMA profitieren Sie von erfahrenen Beratern, die umfassend und ehrlich beraten sowie die Wünsche und Vorstellungen unserer Kunden für Ihr neues Zuhause so persönlich wie möglich umsetzen. Stöbern Sie auch gern durch unsere Referenzen von zufriedenen Bauherren. Oder aber Sie besuchen uns in unserem Musterhauspark bei Hannover und schauen sich einmal die Möglichkeiten und potenzielle Traumhäuser live in Form der Musterhäuser an.


Doch wenn Sie, wie viele zukünftige Bauherren auch, noch immer unsicher sind ob Fertighaus oder Massivhaus: Kontaktieren Sie uns gern – beispielsweise über unser Kontaktformular oder per Telefon unter 05132 / 8850-0.