Nachhaltig Bauen

Die Umwelt ist unser wichtigstes Gut. Wenn wir sie gedankenlos belasten, gefährden wir unseren Lebensraum und langfristig unsere eigene Existenz. Aus diesem Grund ist Nachhaltigkeit, Umweltschutz und Schonung der Umwelt-Ressourcen ein wichtiges Thema, das auch im öffentlichen Interesse immer mehr an Bedeutung gewinnt. Nachhaltigkeit und Umweltschutz sind nicht nur beim alltäglichen Recycling zu beachten, sondern ebenso beim Hausbau. Bei einem durchschnittlichen Lebenszyklus eines Hauses von 50 bis 100 Jahren werden zwar nicht alle Bauherren den Rückbau und das Recycling der verwendeten Materialien selber erleben, unsere nächsten Generationen aber könnten direkt davon betroffen sein. Deshalb ist es wichtig die Augen davor nicht zu verschließen und an die Nachhaltigkeit beim Bauen zu denken.

Was bedeutet „Nachhaltig Bauen“?

Nachhaltiges Bauen bedeutet, dass der Verbrauch von Energie und Ressourcen so minimal wie möglich gehalten werden soll. Dieser Aspekt betrifft alle Lebenszyklus-Phasen eines Gebäudes.

Folgende Faktoren sind beim nachhaltigen Bauen zu berücksichtigen:

  • Einsparung von Betriebsmittelverbrauch und Energiebedarf im Rahmen der späteren Nutzung
  • Einsatz von recycelbaren und/oder auch schon recycelten Baustoffen und Materialien
  • Optimale Planung, um Verschnitt-/Restmengen zu minimieren
  • Gewerke und Materialien regional beauftragen und kaufen, um Transportkosten zu senken
  • Optimale und minimale Flächenausnutzung (wenig versiegelte Flächen)
  • Naturräume schonen und Nachnutzungsmöglichkeiten berücksichtigen

Was bedeutet der Begriff „Grünes Gebäude“/„Green Bulding“?

Der Begriff stammt aus der offiziellen Nachhaltigkeitszertifizierung „LEED“ (Leadership in Energy and Environmental Design) des U.S. Green Building Councils (USGBC). In Deutschland ist die German Green Building Association der offizielle Partner der USGBC und setzt sich damit ebenfalls für das Bauen von „Grünen Gebäuden“ ein.
Um ein „Grünes Gebäude“ bzw. „Green Building“ zu bauen, müssen sowohl die Planung als auch die Durchführung des Bauvorhabens ausschließlich auf Umweltschutz und Nachhaltigkeit ausgelegt sein. Erreichbar sind diese Vorgaben zum Beispiel mit umweltfreundlichen Baumaterialien in Verbindung mit einer energieeffizienten Bauweise. Wichtig ist, dass auch hier immer der gesamte Lebenszyklus eines Gebäudes betrachtet wird.

Wie definiert sich der Lebenszyklus eines Gebäudes?

In Bezug auf Nachhaltigkeit und Umweltschutz ist es wichtig, nicht nur beim Aufbau eines Gebäudes auf umweltfreundliche Materialien zu achten, sondern auch an den Rückbau zu denken. Im Sinne der Nachhaltigkeit gilt es also höchstmögliche Qualität des Gebäudes mit kleinstmöglicher Auswirkung auf die Umwelt in Einklang zu bringen. Das Informationsportal „Nachhaltiges Bauen“ das Bundesministerium des Innern für Bau und Heimat teilt die einzelnen Lebenszyklus-Phasen eines Bauwerks folgendermaßen ein:

  • Rohstoffgewinnung
  • Produktherstellung
  • Errichtung
  • Nutzung
  • Instandhaltung
  • Modernisierung
  • Abriss, Rückbau
  • Recycling
  • Entsorgung

Für die Bewertung der Nachhaltigkeit und abschließende Zertifizierung spielt die Einschätzung der Lebens- und Nutzungsdauer des Gebäudes und der einzelnen Bauteile eine wichtige Rolle.


Wie erfolgt die Zertifizierung der Nachhaltigkeit?

Folgende Systeme zur Qualitätssicherung, Bewertung und Zertifizierung des ökologischen Bauens haben sich in Deutschland etabliert:

  1. Deutsche Gesellschaft für Nachhaltiges Bauen (DGNB)
  2. Bewertungssystem Nachhaltiges Bauen für Bundesgebäude (BNB)
  3. Building Research Establishment Environmental Assessment Method (BREEAM)
  4. Leadership in Energy and Environmental Design (LEED)

Die Bewertungssysteme bewerten die ökologische, ökonomische und soziokulturelle Qualität des Gebäudes. Jedes Bewertungssystem hat eigene Vorgaben in Bezug auf die Erfüllung der Nachhaltigkeit und die Gebäudeart.

Woher stammt der Begriff Nachhaltigkeit?

Der deutsche Begriff „Nachhaltigkeit“ hat seinen Ursprung in der Forstwirtschaft des 18. Jahrhunderts und hat den folgenden forstwirtschaftlichen Leitsatz geprägt: „Wer einen Wald hegt, muss darauf achten, nicht mehr Holz zu schlagen als nachwächst. Nachhaltigkeit bedeutet also, vom Ertrag zu leben, ohne die Substanz anzutasten“.


Für was steht die „Grüne Hausnummer“?

Mit der grünen Hausnummer will die Klimaschutz- und Energieagentur Niedersachsen und ihre regionalen sowie kommunalen Partner die guten Beispiele für energieeffizientes Bauen würdigen. Teilnehmen können Eigentümer/innen, die Ihren Neubau mindestens als Effizienzhaus 55 gebaut haben. So wurden z.B. die HELMA-Bauherren Bernd und Philipp für Ihr Haus im September 2018 ausgezeichnet. Die Grüne Hausnummer will aber mit der Auszeichnung das Engagement nicht nur honorieren sondern vor allem auch öffentlich sichtbar machen, ein Beispiel geben und zum Austausch über Nachhaltigkeit anregen.


Was muss beim ökologischen Bauen beachtet werden?

Um ökologisch zu bauen und eine entsprechende Zertifizierung dafür zu erhalten, muss auf die Nutzung der dafür zugelassenen Materialien und auf die Aspekte der Energieeffizienz geachtet werden. Es bietet sich zum Beispiel an, natürliche Dämmstoffe für die Wärmedämmung zu verwenden und Fenster mit mehrfachisoliertem Holzrahmen zum Einsatz zu bringen. Selbstverständlich sollte aber bei der gesamten Bauweise des nachhaltigen Bauens auf die Umwelt Rücksicht genommen werden. Auch Niedrigenergiehäuser, die mit ihrem Energiebedarf deutlich unter dem Mindeststandard liegen, zählen zu den nachhaltig gebauten Häusern.

Ist es teurer ökologisch zu Bauen oder gibt es KfW-Zuschüsse?

Ökologisches Bauen muss nicht zwingend teurer sein, als eine herkömmliche Bauweise. Jedoch wird für die Planung ein Gutachter benötigt, der auf nachhaltiges Bauen spezialisiert ist. Für die Unterstützung von Nachhaltigkeit gibt es Banken, die sich auf dieses Thema spezialisiert haben. Da es eine Vielzahl an Fördermöglichkeiten durch diese „Grüne Banken“ und durch die KfW gibt, lassen sich Gutachterkosten im Vorfeld mit den Vorteilen einer Förderung gegenrechnen und heben sich möglicherweise auf. In unserer Serie „KfW-Förderung für Ihren Neubau“ erfahren Sie mehr über die Fördermöglichkeiten der KfW.

Ökologisch Bauen und gesund Wohnen

Ökologisch Bauen und gesund Wohnen vereinbart zwei wertvolle Faktoren miteinander. Wir schonen die Existenz unserer Umwelt und erhalten dabei unsere Gesundheit. Eine wunderbare Symbiose. Wenn Sie mehr Informationen über die Niedrigenergiehäuser von HELMA und über nachhaltiges Bauen mit HELMA erfahren möchten, zögern Sie nicht uns zu kontaktieren. Wir freuen uns auf Sie und beraten Sie gerne.

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